Sommerkonzerte 2002
Sommerkonzert 2002

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Fantasie c-moll
für Klavier, Chor und Orchester op. 80

Schmeichlend hold und lieblich klingen
unsers Lebens Harmonien,
und dem Schönheitssinn entschwingen
Blumen sich, die ewig blühn.
Fried" und Freude gleiten freundlich,
wie der Wellen Wechselspiel.
Was sich drängte rauh und feindlich,
ordnet sich zu Hochgefühl.

Wenn der Töne Zauber walten
und des Wortes Weihe spricht,
muss sich Herrliches gestalten,
Nacht und Stürme werden Licht,
äuß"re Ruhe, inn"re Wonne
herrschen für den Glücklichen.
Doch der Künste Frühlingssonne
lässt aus Leiden Licht entstehn.

Großes, das ins Herz gedrungen,
blüht dann neu und schön empor,
hat ein Geist sich aufgeschwungen,
hallt ihm stets ein Geisterchor.
Nehmt denn hin, ihr schönen Seelen,
froh die Gaben schöner Kunst!
Wenn sich Lieb" und Kraft vermählen,
lohnt dem Menschen Götter Gunst.

MP3-Aufnahmen der Chorstücke: Download hier.....

Musik auf dem Campus
Großes Sommerkonzert

am Sonntag, 23. Juni 2002, 18.00 Uhr Große Halle - Campusbau

Ausführende:

    Dagmar Gustorff, Klavier (Klavierkonzert)
    Sara Valentin, Klavier (Chorfantasie)
    Chor und Orchester der Universität Witten/Herdecke
    (Stimmbildung: Jolita Svilpiene und Almas Svilpa; Korrepetition: Markus Gschwind und Sara Valentin)
    Leitung: UMD Ingo Ernst Reihl

Pjotr Tschaikowski (1840-1893)

    Pezzo in forma di Sonatina
    aus der Streicherserenade C-Dur op. 48

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

    Konzert A-Dur
    für Klavier und Orchester KV 414
    Allegro
    Andante
    Rondeau: Allegretto

Pause

Gideon Lewensohn (*1954)

    Meronian Echoes
    for Orchestra (Uraufführung)

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

    Fantasie c-moll
    für Klavier, Chor und Orchester op. 80

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

    Meeresstille und Glückliche Fahrt
    für Chor und Orchester op. 112

Ludwig van Beethoven
Meeresstille und Glückliche Fahrt
für Chor und Orchester op. 112

Tiefe Stille herrscht im Wasser,
Ohne Regung ruht das Meer,
Und bekümmert sieht der Schiffer
Glatte Fläche rings umher.
Keine Luft von keiner Seite!
Todesstille fürchterlich!
In der ungeheuern Weite
Reget keine Welle sich.

Die Nebel zerreißen,
Der Himmel ist helle,
Und Aeolus löset
Das ängstliche Band.
Es säuseln die Winde
Es rührt sich der Schiffer.
Geschwinde! Geschwinde!
Es teilt sich die Welle,
Es naht sich die Ferne;
Schon seh' ich das Land!

(Johann Wolfgang von Goethe)

Sommerkonzert 2002

MP3-Aufnahmen der Chorstücke: Download hier.....

WAZ Witten am Mittwoch, 26. Juni 2002

Hunderte Zuhörer erleben Konzert voller Glanzlichter

Sommer-Ereignis in der Universität

Von Markus Bruderreck

Nur mit Mühe reichte am Sonntagabend die Menge an Sitzgelegehheiten aller Art aus, die in der Universität zur Verfügung standen: das Sommerkonzert lockte hunderte Zuhörer in die große Halle des Campusbaus.

Universitätsmusikdirektor Ingo Ernst Reihl und das Orchester der Uni wählten zunächst einen Satz aus Peter Tschaikowskys Streicherserenade op. 48: ein glutvoll gespielter Einstieg. Dem A-Dur-Konzert KV 414 von Mozart widmete sich dann Solistin Dagmar Gustorff, Mitglied des Instituts für Musiktherapie an der Hochschule. Immer wieder erweisen sich Mozarts Werke als fragile Gebilde, denen man nur mit großer Präzision beikommen kann. Um sie zu erreichen, tat die Pianistin viel; besonders der zweite Satz, der mit verträumter Stimmung, jedoch auch mit abgründigen Tiefen aufwartet, gelang ihr vorzüglich.
Zu einem Höhepunkt wurde die Uraufführung eines Orchesterwerkes des israelischen Komponisten Gideon Lewensohn, der im letzten Winter als "Composer in Residence" an der Universität wirkte. "Meronian Echoes" beschreibt die alte Kultur der jüdischen Kabbalisten und die Atmosphäre eines ihrer geistigen Zentren, den Berg Meron im Norden Israels. Als nachvollziehbar erweist sich die Struktur des Werkes: Über aleatorischen Feldern verbreiten sich die Rufe von Klarinetten und Solotrompete, ein frenetischer,. folkloristischer Tanz trifft auf ein Zitat aus Gustav Mahlers erster Sinfonie. Die Gelegenheit, das Werk zu wiederholen, ließ sich Dirigent Ingo Ernst Reihl nicht entgehen.
Wenig später schlug die Stunde des Universitätschores, der in zwei recht selten zu hörenden Stücken von Beethoven glänzte. Es war aber auch die Stunde von Sara Valentin, der jungen Pianistin der "Fantasie c-moll" op. 80 für Klavier, Chor und Orchester. Bei so viel Talent, Perfektion und Professionalität liegt die Frage nahe, warum sie ihren Studienschwerpunkt von Musik auf Medizin verlagert hat. Viel wird der Pianistin abverlangt: Lang und schwer ist die anfängliche Kadenz, ausgedehnt die Variationen, die Beethoven folgen lässt. Der Ruf des Werkes als "kleine Neunte", das bewies der Chor dann eindringlich, besteht aufgrund der Ähnlichkeit mit der "Ode an die Freude" zu Recht. Begeistert war das Publikum von der Leistung der Solistin.
Mit "Meeresstille und glückliche Fahrt" für Chor und Orchester - auftrumpfendes Werk voller dynamischer Kontraste und heftiger Ausbrüche - wurde der Schlusspunkt gesetzt.

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